Als die Medizin in Europa noch ziemlich rudimentär war, waren die Araber schon dabei, Ethanol zu destillieren und Gewürze, Kräuter und Tee als fortgeschrittene Medizin zu verwenden. Erst später wurden Gewürze, Tee und Kräuter aus dem Orient als Genussmittel gehandelt.

Wer die Chemiekeule meiden will und seinen Körper gerne schont, der greift eher zu Teevarianten.
Es gibt hunderte Teesorten mit vielen Eigenschaften, die es z.B. erlauben, dass die Sinne geschärft werden, die innere Ruhe bewahrt wird, der Stoffwechsel in Wallung kommt oder dass es einfach schmeckt und nahezu keine Kalorien hat, die heutzutage auch gerne gemieden werden.

Roter Tee, Gelber Tee (aus China), Grüntee und Brennnesseltee werden folgende Eigenschaften nachgesagt: Sie sollen die Nieren ausspülen, den Stoffwechsel anregen und einfach gut für das Wohlbefinden sein. Sie sind unter Anderem die beliebtesten Teesorten und werden im Supermarkt und der Apotheke immer wieder angeboten und empfohlen.

Salbei und Pfefferminztee werden im Gegensatz hierzu eher gegen Halzschmerzen und Übelkeit angewandt. Sie haben viele hilfreiche Inhaltsstoffe, um den Blutkreislauf zu stärken und Schmerzen im Hals zu lindern. Außerdem hat Pfefferminztee ein sehr angenehmes Aroma, sodass er auch bei Leuten, die auf Geschmack achten, sehr beliebt ist.


Der typisch marokkanische Minzetee ist ein Zeichen der Freundschaft des Gastgebers und des Respektes vor der Tradition und wird über den Tag verteilt überall und zu jedem Anlass in der arabischen Welt getrunken. Die Marokkaner sind auf ihren Tee sehr stolz und die Mischung aus grünem Tee, frischer (Nana)Minze und Zucker ist zu einem Aushängeschild der arabischen Länder und ihrer Gastfreundschaft geworden.

Dieser Tee, das Nationalgetränk der Marrokaner, ist relativ einfach zuzubereiten. Traditionell wird Wasser, Grüntee, Zucker und Nanaminze  in einem Kännchen aufgekocht. Das ganze wird dann in einem hohen Bogen in die Gläser gefüllt (keine Tassen!) und einige Male hin- und hergeschüttet, bis eine Art Schaum entsteht. Die Mischung soll einige Minuten ziehen und wird dann heiß getrunken.

Der glühend heiße Tee erfrischt den Körper von innen und gibt ihm die nötige Kühle für dieses heiße Wüstenland, schmeckt aber auch bei uns, in kühleren Ländern, äußerst erfrischend. Probieren Sie dieses exotische Getränk bei sich zu Hause und überraschen Sie ihre Gäste mit dieser Geste der Gastfreundschaft.


Taigawurzel

Die Taigawurzel ist in großen Teilen Ostasiens beheimatet, vor allem jedoch in der Taiga Sibiriens, wo sie seit seit langer Zeit als Heilpflanze verwendet wird. Mittlerweile ist ihre Wirkung auch im westlichen Kulturkreis gefragt. Das Aufkochen als Tee ist dabei einer der beliebtesten Wege, die Pflanze anzuwenden. Im Regelfall geschieht dies in Form einer ca. einmonatigen Kur, in der der Tee dreimal täglich, jeweils nach den Mahlzeiten, eingenommen wird.

Die Effekte sind vielseitig: Die hohe Heilkraft der Taigawurzel ist in etwa mit der des Ginseng vergleichbar. In ihrer Heimat sagt man ihr vor allem nach, die Abwehrkräfte zu stärken, doch die Taigawurzel kann auch bei Konzentrationsstörungen helfen und bei regelmäßiger Anwendung sogar Diabetesbeschwerden lindern.

Der Geschmack des Tees lässt sich wunderbar durch Honig verfeinern. Die hohe Wirkungskraft der Taigawurzel sollte jedoch trotz freier Erhältlichkeit des Tees nicht unterschätzt werden, denn eine Anwendung in großen Mengen ist ohne ärztliche Beratung nicht zu empfehlen, da die Pflanze einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf den Blutzuckergehalt hat. Auch während der Schwangerschft oder bei Kindern ist der Konsum des Taigawurzel Tees nicht zu empfehlen.

Anwendungsbeispiele basieren auf traditionellen Überlieferungen und sind allesamt nicht wissenschaftlich belegt!


Basilikum, wer kennt das aromatische Gewürz nicht, das für mediterranes Essen steht? Genau, so gut wie jeder. Aber kennen Sie noch andere Verwendungsmöglichkeiten für dieses Gewürz? Auch als wohltuender Tee für nach dem Essen, bei Völlegefühl, Blähungen, Stress und innere Unruhe ist Basilikum bestens geeignet.

Um Basilikum-Tee aufzugießen nehmen Sie 2 Esslöffel Basilikum und gießen ca. 150 ml kochendes Wasser darüber. Nun nur noch ungefähr 15 Minuten ziehen lassen und dann den Tee einmal durch ein Sieb gießen, damit das Basilikumkraut entfernt/herausgefiltert wird. Idealerweise bereiten Sie den Tee 2-3 mal pro Tag frisch zu.

Da Indien das Geburtsland von Basilikum ist, liebt diese Pflanze ein warmes Klima. Bei sorgfältiger Pflege und einem sonnigen, trockenen Plätzchen können Sie jedoch auch in unseren Sommern Basilikum pflanzen und somit zum Beispiel daraus frischen Tee zuzubereiten. Wer selbst kein frisches Basilikum pflanzen kann oder möchte, der kann fertigen Basilikum-Tee – in Beuteln oder auch lose – kaufen. Aber nicht nur gegen verschiedene Beschwerden hilft Basilikum bzw. auch Basilikum-Tee, sondern es kann auch eine entspannende Wirkung haben. Daher kann eine Tasse mild-würzigen Basilikum-Tees auch eine wohltuende Entspannung nach einem stressigen Tag oder bei großer Aufregung zur Beruhigung helfen.


Schisandra Beeren

Der Schisandra Tee wird aus den Extrakten der chinesischen Schisandra chinensis gewonnen. Bei der Schisandra handelt es sich um eine bis zu acht Meter hohe Kletterpflanze, die ursprünglich aus China stammt. Die Beeren der Pflanze können direkt zu sich genommen werden, der Tee jedoch wird aus den öligen Extrakten der Beere gewonnen.

Der chinesische Name der Pflanze lautet Wu wei zi. Wu bedeutet in unserer Sprache fünf und gemeint sind dabei die fünf Geschmacksrichtungen: sauer, süß, scharf, bitter und salzig. Die heilende Wirkung der Pflanze ist in der chinesischen Medizin schon lange bekannt und wurde in den 60er Jahren von russischen Wissenschaftlern nachgewiesen.

In China gilt die Pflanze als Energiespender, der einen müden Körper wieder reaktiviert und Kraft spendet. Tatsächlich wurde nachgewiesen, dass durch die Einnahme der Pflanze als Tee oder durch das Essen der Beeren, die Aktivität der Leber und der Niere gesteigert wird. Giftstoffe werden so schneller aus dem Körper gespült als sonst. Auch die Gallenproduktion wird angeregt, wodurch die Verdauung harmonisiert wird. Die Harmonisierung der Organe hat auch eine Wirkung auf den Geist. Man fühlt sich erholt und voller Energie. Schisandra reaktiviert den Körper und vertreibt Müdigkeitsgefühle.

Nach europäischem  wissenschaftlichem Stand sind diese Wirkungen nicht bestätigt, es handelt sich um traditionell überlieferte Angaben!


Darjeeling

Der Darjeeling Tee ist ein Schwarztee, der aus Indien kommt und sehr aromatisch ist. Angebaut wird der Tee in der Region um Darjeeling, der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat West Bengal in Indien. Diese Gegend liegt über 2000 Meter über dem Meeresspiegel und gehört zum Vorderhimalaja. Die Stadt Darjeeling hat mehr als 100 000 Einwohner.

Der Tee ist lecker, allerdings viel milder als dies zum Beispiel bei einem Ostfriesentee der Fall ist. Auch die englischen Schwarztees sind oftmals stärker im Geschmack. Den Darjeeling Tee bereitet man richtig zu, indem man den Tee mit kochendem Wasser übergießt und 2 bis 5 Minuten stehen lässt. Möchte man einen anregenden Tee sollte man ihn nicht länger als drei Minuten ziehen lassen. Jede weitere Ziehzeit, die länger dauert, sorgt dafür, dass der Darjeeling Tee eher beruhigend wirkt. Beim Kauf von einem Darjeeling Tee sollte man darauf achten, dass der Darjeeling Tee von hoher Qualität ist. Wer auch die sozialen Bedingungen der Plantagenarbeiter mit beachten möchte, kann sich für einen zertifizierten Tee entscheiden.


Am 16. Dezember 1773 kam es bei den Briten, die nach Nordamerika auswanderten, zu einem Aufstand. 150 als Indianer verkleidete Freiheitskämpfer stürmten im Bostoner Hafen drei Schiffe mit kompletten Ladungen an Tee. Als sie 18.000 Pfund Tee ins Wasser warfen, rastete die Bürgerschaft vor Freude aus. Warum dies passiert ist? Der Tee wurde immer teurer, da die ostindische Handelskompanie vor dem Bankrott stand. Man sollte sogar eine hohe Teesteuer bezahlen.
Da gingen die Bürger auf dem Barrikaden, und das oben geschilderte Ereignis ging als “Boston Tea Party” in die Geschichte ein.

Nun wird jedes Jahr am 16. Dezember um 16 Uhr eine Stunde Tea-Time eingelegt. Zu dieser Zeit wird ausschließlich schwarzer Tee getrunken. Dabei geht es darum, dass der Tee kräftig sein muss. Hochwertigkeit spielt dabei keine große Rolle. Zubereitet wird der Tee, indem loose Teeblätter in die Kanne gelegt, und mit heißem und kochendem Wasser übergossen werden. Dadurch wird der Tee immer stärker und die Blätter entfalten ihr volles Aroma. Wenn man ihn noch etwas milder möchter, haben die Briten den Brauch, dem Tee Milch beizumischen.

Die Boston Tea Party wird jedes Jahr abgehalten, allein schon als Gedanke an den 16. Dezember 1773.

Einen ausführlichen Bericht findet Ihr darüber HIER.


Die Tasse Kaffee ist für viele Menschen fester Bestandteil des morgendlichen Rituals. Ob zum Frühstück, nach dem Essen oder am Nachmittag, Kaffee wird allgemein viel und gerne getrunken. Doch in den letzten Jahren findet ein weiteres Genussmittel immer mehr Beachtung in unserem hektischen Alltag: Der Tee. Und das zu Recht, denn egal ob Grüner Tee oder Schwarzer Tee, die Vorteile des Tees gegenüber dem Kaffee liegen auf der Hand.
Besonders der Grüne Tee zeichnet sich, neben seiner über einen langen Zeitraum anregenden Wirkung, durch seine gesundheitsfördernden Eigenschaften aus. Anders als im Kaffee ist das für die anregende Wirkung verantwortliche Koffein im Tee an Gerbstoffe gebunden. Dadurch wird das Koffein zum einen langsamer und etwas zeitverzögert im Körper freigesetzt und zum anderen hält die anregende Wirkung des Koffeins deutlich länger an. Die Koffeinverbindungen im Kaffee wirken unmittelbar auf das Herz und auf das Kreislaufsystem, wohingegen diejenigen des Tees auf das gesamte Zentralnervensystem einwirken. Dies führt kann nicht nur zu einer angenehmen, positiv angeregten Stimmung führen, sondern fördert auch in nicht zu vernachlässigendem Maße die geistige Aktivität. Darum nehmen Sie sich etwas Zeit, genießen Sie eine Tasse Tee und vergessen Sie den Stress und die Probleme des Alltags für einen kleinen Moment.

Alte Kulturpflanze
Der Granatapfel gehört zu den ältesten Obstsorten. Beheimatet in Westasien, wird er vom Mittelmeerraum bis nach Indien sowie in Kalifornien angebaut. Die großen, orangeroten Früchte des langlebigen Baumes reifen im Spätherbst. Sie gelten als Fruchtbarkeits- und Unsterblichkeitssymbol. Der biblische Baum der Erkenntnis soll ein Granatapfelbaum gewesen sein, daher sein Beiname „Paradiesfrucht“.

Vielseitige Frucht
Kerne und Schale des Granatapfels werden als Medizin gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt, der Saft zur Gesundheitsvorsorge und für Fleischgerichte verwendet. Aus den Blüten und Schalen werden gelbe und rote Farbstoffe hergestellt. In der Kosmetik ist er in Anti-Age-Cremes zu finden.

Apfel mit Heilwirkungen
Granatapfeltee enthält viele Gerbstoffe. Die getrockneten Schalen des Granatapfels werden als Tee aufgebrüht, sie haben einen fruchtigen Geschmack und als Arznei können sie bei Durchfall helfen.
Die süß-säuerlichen Kerne sind roh genießbar. Sie enthalten pflanzliche Östrogene und anti-oxidative Stoffe. Der Granatapfel kann auch ausgepresst und der Saft zum Kochen verwendet werden. Die regelmäßige Einnahme von Granatapfelsaft bessert kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, entzündliche Erkrankungen, beispielsweise der Gelenke einschränken oder auch den Cholesterinspiegel senken.  Der Gehalt an anti-oxidativen Stoffen, die eine krebshemmende Wirkung haben, ist viel höher als bei Grüntee.

Bitte beachten Sie, dass ein Besuch beim Arzt bei ernsthaften Erkrankungen trotzdem angebracht ist!


Vielen von uns kommt der Begriff  “Süßholzwurzel” sicherlich bekannt vor, aber meist wissen wir nicht genau, wohin wir ihn zuordnen können. Dabei ist die Süßholzwurzel nichts anderes als eine Grundzutat der bekannten Lakritze. Was viele nicht wissen ist, dass die Süßholzwurzel mit ihren gesundheitsfördernden Stoffen schon im alten Ägypten bekannt war und bei vielen Gebrechen eingesetzt wurde.

Vor allem als Tee genossen entfaltet die Wurzel all ihre Heilkräfte, ob bei Atemwegserkrankungen oder bei Gastritis und Magengeschwüren. Nicht ohne Grund wurde Süßholz zur “Arzneipflanze 2012” gekürt. Die kleine Wurzel ist auch heute in der Pharmaindustrie sehr gefragt, da sie mit ihren Inhaltsstoffen in sehr vielen Gebieten der Medizin eingesetzt werden kann. Jedoch kann jeder von uns auch so die Heilkraft der Süßholzwurzel nützen, indem wir uns wie die alten Ägypter einfach eine Tasse Tee kochen.

Falls auch Sie nun neugierig geworden sind und sich auch einen Lakritzetee machen möchten, gibt es zu beachten, dass Sie erstens eine Süßholzwurzel von guter Qualität nehmen und nur wenige Raspeln kurz aufbrühen.


Mehr Einträge


Wissenswertes über Grüntee
24. Februar 2012

Wissenswertes über Grüntee

Jiaogulan – Kraut der Unsterblichkeit
21. Februar 2012

Jiaogulan – Kraut der Unsterblichkeit

Blasen- und Nierentee – vorbeugend und unterstützend
13. Februar 2012

Blasen- und Nierentee – vorbeugend und unterstützend

Leckerer Verdauungstee mit großer Wirkung
8. Februar 2012

Leckerer Verdauungstee mit großer Wirkung